Totalverlust?: Im Interview: BaFin zu Bitcoin und Kryptowährungen

Nutzer, die ein Guthaben in virtueller Währung auf einer Handelsplattform kaufen, sollten sich zunächst darüber im Klaren sein, dass diese grundsätzlich keiner behördlichen Aufsicht unterliegt. Das bedeutet, dass regelmäßig weder Infrastruktur- und Funktionalitätskontrollen bestehen, noch Geldwäschepräventionsmechanismen greifen. Es gibt daher auch im Grundsatz keinerlei Anforderungen an die Betreiber und Nutzer der Plattform. Durch mangelnde Identitätskontrollen sind Transaktionen in virtuellen Währungen auch für Kriminelle attraktiv. In der Vergangenheit kam es daher vor, dass Strafverfolgungsbehörden Plattformen geschlossen haben, weil Nutzer und/oder Eigentümer der Plattformen die vermeintliche Anonymität der Zahlungspartner für kriminelle Handlungen wie Geldwäsche nutzten. Kommt es zur Schließung der Plattform, hat auch der redliche Nutzer keinen Zugang mehr zu seinem Guthaben. Das gleiche tritt ein, wenn die Handelsplattform zahlungsunfähig wird oder ihre Geschäftstätigkeit z. B. infolge von Hackerangriffen aufgeben muss. Die gesetzliche Einlagensicherung greift bei virtuellen Währungen nicht.
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